Auf Schloss Kaarz

Drei Nächte für ein Tagebuch

Nehmt einige Bogen Papier und schreibt drei Tage hintereinander ohne Falsch und Heuchelei alles nieder, was euch durch den Kopf geht. Und nach Ablauf der drei Tage werdet ihr vor Verwunderung, was ihr für neue, unerhörte Gedanken gehabt, ganz außer euch kommen«, formulierte der Journalist Ludwig Börne im 19. Jahrhundert – wohl mit einem Augenzwinkern, aber auch sehr wahren Worten – seine »Kunst, in drei Tagen ein Originalschriftsteller zu werden«. Im Herbst 2016 nahm Christoph Krelle eine ganz ähnliche Herausforderung an: Er verbrachte drei Nächte auf Schloss Kaarz in Mecklenburg und verfasste dort ein kreatives Tagebuch. Und tatsächlich war er danach ganz außer sich – wegen der originellen Gedanken, die er in so kurzer Zeit hatte, und weil er damit die Unterkunft bezahlen durfte!

»Der Autor entschied sich bewusst gegen einen Laptop. Ausgestattet mit Notizbuch, Stift und Kamera erkundete er Schloss und Park. Drei verschiedene Darstellungsformen finden sich in dem Büchlein wieder: die Fotografie, die klassische Tagebuchform und die Poesie, alles ineinander verwoben.«

– Marieke Sobiech, Liebschaft Mecklenburg

»Das Jetzt genießen«: Ein Buch, entstanden auf Schloss Kaarz

Christoph Krelle recherchierte gerade für einen Artikel, als der Journalist auf den Online-Liebesbrief stieß. Hierin laß er von der Aktion »Kunst gegen Bett« auf Schloss Kaarz. Der Autor aus Lübeck war sofort begeistert von der Idee. »Wo sonst kommt heutzutage ein Künstler in den Genuss, mit einem Kunstwerk seine Übernachtung in einem schönen Hotel zu bezahlen?«

Von Marieke Sobiech, erschienen im Liebesbrief der Liebschaft Mecklenburg • Vollständigen Artikel herunterladen


Für das NDR-Kulturmagazin »Nordtour« liest Christoph Krelle aus seinem Buch »Schloss Kaarz: Das Jetzt genießen«.

Mehr über das Buch von Christoph Krelle